Olga Bontjes van Beek (geborene Breling; * 14. August 1896 in Fischerhude; † 17. Februar 1995 ebenda) war eine deutsche Tänzerin,
Bildhauerin und
Malerin.
Sie wurde 1896 als jüngste Tochter des Malers
Heinrich Breling in einer Künstlerfamilie geboren. 1913 begann sie an der Isadora-Duncan-Schule in Darmstadt mit ihrer Tanzausbildung. Danach absolvierte sie als Tänzerin zahlreiche Tourneen im In- und Ausland, zeitweilig begleitet von dem Pianisten Walter Gieseking. Als Sent M´Ahesa-Schülerin für Ausdruckstanz ging sie in den Jahren 1919 und 1920 auf Tanz-Tournéen mit ihrem Tanzpartner Jan Bontjes van Beek, den sie 1920 heiratete. Gemeinsam hatten sie drei Kinder:
Cato, Mietje und Tim.
Ab 1925 wandte sie sich der Malerei zu und war Schülerin des Malers Fritz Mühsam in Paris. Sie war unter anderen mit
Bernhard Hoetger, dem Maler
Heinrich Vogeler, Kurt Schwitters, Joachim Ringelnatz und dem Philosophen Theodor Lessing befreundet. Nach dem Zweiten Weltkrieg prozessierte sie zwölf Jahre lang gegen das Land Niedersachsen, um die Rehabilitierung ihrer 1943 in Berlin-Plötzensee als Mitglied der Roten Kapelle hingerichteten Tochter Cato und gewann den Prozess. Bis zu ihrem Tod war sie als Malerin und Bildhauerin tätig. Ihre Werke wurden vielfach ausgestellt. Drei Jahre nach ihrem Tod erschien ein Dokumentarfilm von Sara Fruchtmann und Konstanze Radziwill, der sich mit Leben und Werk der Künstlerin auseinandersetzt (Auszüge aus Wikipedia).
Ihr Grab befindet sich in der Familiengrabstelle Breling / Bontjes van Beek auf dem
Friedhof Fischerhude.
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